Lago di Garda im Mai/Juni 2006

Auch im Jahr 2006 gab es leider keine gemeinsame Lagomission. Dafür sind wir im Sommer zum Biken in die Dolomiten gefahren (siehe eigenen Bericht).
Bei einer Familienwoche am Lago sind wieder 3 Touren zustandegekommen:

Sonntag 28. Mai 2006
MONTE ALTISSIMO 48.6km, 5:06:16Std, 10.25Avg, 58.8Vmax, 2200Hm
Ich hatte ein 6 Stunden Zeitfenster :-)) und hatte mir dafür gleich die längste Auffahrt am Lago als Auftakt vorgenommen :-( ...
Zum ersten Mal wollte ich die 2000 Höhenmeter von Torbole bis auf den Gipfel des Altissimo fahren. Für die Abfahrt hatte ich mehrere Alternativen eingeplant: Vom Altissimo über Sent 622 - Bocca Paltrane - Sent 650 zur Malga Campei und schliesslich über die Strada Brentegana zurück zur Baldostrasse und wieder hoch bis Prati di Nago zum Dosso dei Roverie. Am Ende reichte leider die Zeit nicht für die ganz grosse Schleife und ich bin vom Altissimo über den 601 nach Prati di Nago zum Sent 6 abgefahren.

Zu Beginn ging es endlose - gut bekannte - 16km auf der Baldostrasse rauf. Alles Asphalt mit einigen schönen Aussichtspunkten. Bei 1400m begann ein Schotterweg, der etwa 300Hm lang gut fahrbar war. Leider hatte ich die Kamera im Hotel gelassen, da der See unten im typischen Lagodunst lag. Hier oben sollte ich das bereuen. Der Ausblick war fantastisch. Über dem Dunst war tolle Fernsicht über die Alpengipfel.
Die erste Tragepassage ging über steilsten Schotter - nach der langen Auffahrt kein Zuckerschlecken. Nach der fahrbaren Alm, war wieder Schieben angesagt. Die zweite Tragepassage war noch übler: das Bike musste geschultert werden. Dafür wurde man während dem Aufstieg mit tollem Panorama belohnt. Nach einem dicken Schneefeld war das Refugio zu sehen. Da ich in der Hektik vergessen hatte, etwas zum Essen mitzunehmen :-( musste ich mir zuerst ein Stück Kuchen gönnen.
Nach einem Blick auf die Uhr war klar, dass ich eine andere, direktere Abfahrt nehmen musste. Also fuhr ich ein Stück auf dem Auffahrtsweg zurück und dann auf den Sentiero 601. Der war im oberen Teil technisch und steil - viele Steinbrocken kannte ich noch vom Hochtragen ;-).
Einige 100m tiefer bei Prati di Nago war der Einstieg zum Brombeerhügel/Dosso dei Roverie. Der Trail war viel flowiger, aber nach der kräftezehrenden Tour war ich ausgepowert. Pausen waren nicht drin, weil die Zeit drückte. Bei uns zu Hause dauert eine Abfahrt vom Berg kaum 10min - hier brauchst Du ewig. Der Trail wollte kein Ende nehmen. Endlich unten angekommen musste ich mich x wartende Autos umkurven, bevor ich total ausgepowert im Hotel eintraf.
Für das vorhandene Zeitfenster hatte ich mir etwas zuviel vorgenommen.

Mittwoch 31. Mai 2006
MONTE VARAGNA 43.61km, 4:16:59Std, 10.59Avg, 58.0Vmax, 1900Hm
Start in Torbole bei 20°C mit Sonne und blauem Himmel. In 1500m Höhe plötzliches Schneetreiben. Trotz der Anstrengungen beim Anstieg wurde es mir schnell kalt in den kurzen Sommerklamotten. Auch die Windjacke half da nicht wirklich. Auf 1700m an dem Pass auf Höhe des Monte Varagna Abbruch wegen Kälteeinruch. Es waren ca 1-2 °C und bei dem Schneetreiben die elendlange Tragepassage hoch - nein danke! Mit Eisfingern ging es wieder den 601er runter. Aber weiter unten wurde das Wetter wieder schöner und ich konnte den Sentiero dei Roverie richtig geniessen. Mit genug Zeit machten die Trails am Brombeerhügel dieses mal richtig Spass. Ich entdeckte den einen oder anderen versteckten Aussichtspunkt. Unten am See war es dann wieder richtig schön warm.

Freitag 2. Juni 2006
MALGA DI CAP 16.1km, 1:41:49Std, 9.72Avg, 58.0Vmax, 900Hm
Nette Runde im Ledrotal mit steilem Asphalt- und später Schotteranstieg und abwechslungsreichem Trailpfad-Downhill.